21. bis 27. Juli 2008
Brandenburg, großer Berliner Aussenring
Derzeit wird intensiv an der Postproduction für die Videos über Brandenburg gearbeitet, die zirka 12 bis 14 Kurzfilme hervorbringen wird.
Hier mal die Reisedaten im Telegrammstil:
Montag 21. Juli
13.15 Ankunft Flughafen Berlin Tegel
anschl. Fahrt zum Schwielowsee Resort, Besichtigung mit Drehs; Abendessen (leider nicht im hochgelobten und ausgezeichneten Ernest; daher kann es auch keinen Bericht darüber geben; schade)
Dienstag 22. Juli
Mit einem ISUZU D-Max 3,0 MT Double Cab „City“ ging es morgens los. Ab 10.30 Dreh im Park Sanssouci in Potsdam. Begleitet von Frau Wende, einer sehr kompetenten, hoch gebildeten Fremdenführerin. Abdeckung von sicherlich 90% aller Highlights. Im Schloss Sanssouci selbst wie auch in allen anderen Potsdamer Schlössern war das Filmen nicht gestattet, was letztendlich eine richtige Entscheidung der verantwortlichen Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg war. Im Sanssouci wäre aufgrund des Andrangs kein vernünftiges Arbeiten möglich gewesen, die anderen waren zu oder unergiebig.
Nach einem kleinen Mittagssnack am Würstelstand beim Mövenpick ging es weiter zum Neuen Palais und danach zum Schloss Cecilienhof mit einer kurzen Besichtigung der historischen Konferenzräume in denen die Aufteilung Europas nach dem II. Weltkrieg erfolgte, einem Rundgang durch den englischen Park und einer anschließenden Besichtigung des Schlosshotels.
Abends ging es zum Dinner mit Dreh ins Il Theatro, eines der besten italienischen Lokale in Potsdam. Patron Pino Riolo legte sich ordentlich ins Zeug, sodass der Abend einen würdigen Abschluss eines anstrengenden Tages erlebte. Übernächtigt haben wir nochmals im Schwielowsee Resort.
Mittwoch 23. Juli
Mit dem Schiff ging es auf eine 1 1/2 stündige Schlösserrundfahrt auf den Havel-Seen, wo wir die am Vortag an Land besichtigten Kulturschätze nunmehr vom Wasser aus filmen konnten. Anschließend sollten wir mit dem Wassertaxi zum Kleinen Schloss im Park Babelsberg schiffern, was aber aufgrund der eingeschränkten Betriebszeiten ins Wasser fiel. So fuhren wir mit unserem ISUZU auf, parkten aber leider ungünstig und mussten das ganze Equipment quer durch den Park schleppen. Ächz und stöhn bei einsetzender Hitzeperiode. Im Restaurant des Kleinen Schlosses gab´s ein tolles und wohlschmeckendes Mittagessen. Sicherlich ein kulinarisches Highlight in Potsdam, worüber wir auch einen kleinen Film schneiden werden. Patron Gilka-Bötzow und seine genial kochende Gattin sind fürwahr tolle Wirtsleute.
Nach einer anschließenden Parkbesichtigung mit unserer treuen Frau Wende verließen wir Potsdam und fuhren weiter nach Motzen am See in die gleichnamige Residenz, eine Nobelunterkunft unter der Leitung von Roy Augustin, einem der coolsten Hoteldirektoren, die ich bislang je kennen gelernt habe. Der gesprächige Abend mit ihm war mehr als kurzweilig und obendrein äusserst informativ.
Donnerstag 24. Juli
Dreh in der Residenz Motzen am See, bei Tageslicht noch besser als idyllische Edelbleibe erkennbar. Vor allem aber heimelig und sehr persönlich. Ganz tolle Ayurveda Ausrichtung und eine absolute Spitzenküche, die wir aufgrund unseres enormen Zeitdrucks leider, leider nicht so auskosten konnten, wie sie es sich und wir es uns verdient hätten.
Denn schon ging´s weiter zum einen Steinwurf entfernt liegenden Golfclub Motzen, dem Berliner Nobelgolfplatz. Ohne unseren hochspezialisierten Golfredakteur zu Seite drehten wir mit tatkräftiger Unterstützung des dortigen Pros Robert Wegener und seines Assistenten Christian Dallmann einen sicher sehr netten Beitrag. Super Platz!
Aber schon waren wir wieder auf Achse. Unser nächstes Ziel war das unglaublich beeindruckende Areal des Sport & Spa Resort A-Rosa Scharmützelsee. Kaum waren die Koffer in den Zimmern marschierten wir schon in professioneller Begleitung durch die Anlage, um uns einen ersten Eindruck zu machen und auch gleich ein paar Takes zu schießen. Dann wurde uns die Ehre zuteil mit einer Riva, einem dieser edlen italienischen Holzmotorboote über den See fahren zu dürfen. Mike, der Segel-/Motorbootlehrer legte ordentlich los, dass man sich fast anschnallen hätte müssen. Irre toll. Kaum zurück war Ayurveda-Spa-Dreh angesagt. Das anschließende Büffetessen währte ganze 20 Minuten ehe dicht gemacht wurde. That´s life.
Freitag 25. Juli
Morgens starteten wir den Golfdreh und drehten dazwischen ein Interview mit der jungen Direktorin Vanessa Herbon. Der Golfpro Florian Zunker spielte mit uns einige Highlights der drei Resort-eigenen 18 Loch Plätze. Eine ultimative Golfekstase auch für die Filmcrew.
Die Zeit drängte aber schon bald gewaltig, denn wir waren um 12.30 mit Frau Dagmar Kowatsch im Haus des Gastes in Müllrose, der Pforte ins romantische Schlaubetal verabredet. Nahezu im Vorbeifliegen nahmen wir sie mit zum Mittagessen in der Kaisermühle bei Constanze Mikeska, der Chefin des wunderbaren Hotel-Restaurants. Essen vorzüglich. Hotel sehr romantisch. Constanze Mikeska Frauenpower pur. Toll aber nur ein kurzes Vergnügen, denn der Zeitplan war gnadenlos. Ragower Mühle, Small Talk, Besichtung, weiter zur Bremsdorfer Mühle, Spaziergang entlang der Schlaube, Gewitterregen, Kurz-Einkehr, Rückfahrt nach Müllrose, Spaziergang und Interview im Haus des Gastes und auf ging´s zur nächsten Destination.
Zum Gut Klostermühle in Alt Madlitz. Einchecken, Instruktionen von den Marketing Ladys und danach ab zum Dinner mit dem Hoteldirektor Wolfgang Lindemann bei frisch geräucherten Fischen und gutem deutschen Weisswein. Gegen Mitternacht und mit bleiernen Gliedern ab in die Schlafräume.
Samstag 26. Juli
Nach einem tollen Frühstück um 7.30 auf der Terrasse mit Blick auf den See ging´s gleich zu den Drehs in den beeindruckenden Spa Bereich. Unfassbar toll, was es da alles gibt. Noblesse oblige kann man da nur sagen. Luxus in purster Form. Und beim Dreh gleichzeitig heiss, dass man richtiggehend ausgeronnen ist. Dann noch eine kleine Flossfahrt mit dem Direktor auf dem See zwecks filmischen Festhaltens der Gutsobjekte und ein kleines Techtelmechtel mit einem blutsaugenden Insekt, das zwecks bleibender Erinnerung eine auf das dreifache angeschwollene Unterlippe hinterließ. Solcher Art entstellt gab´s dann noch ein Gespräch mit der Eigentümerin des Gutes, Frau Brune, ehe es wieder auf die Straße ging, Richtung Märkische Schweiz.
Wieder einmal mit Verspätung kamen wir in Bukow an, worauf das Mittagessen gleich von den Leuten Vorort gestrichen wurde. Stattdessen gab es gleich eine intensive Führung durch die Gegend, die wir Dank Gewitterregens teilweise in unserem ISUZU vornehmen konnten. Was nicht heißt, dass wir nicht auch kilometerlang zu Fuße unterwegs waren. Naja, das Brecht-Weigel-Haus blieb mir in guter Erinnerung. Ist auch wirklich was ganz Feines. Mal abwarten wie das Bukow-Video geschnitten wird.
Ziemlich ausgepowert setzten wir zur letzten Etappe unserer Pressereise an. Zum Schloss Ziethen der Freifrau von Thüngen, welches in Kremmen, im Ortsteil Groß Ziethen liegt. Aufgrund unseres Zustandes fixierten wir aber ein anders Ziel, nämlich die Ortschaft Groß Ziethen, die geografisch diametral anders liegt. Dort angekommen suchten wir natürlich vergebens nach dem Schloss und nur Dank der Hilfe einiger einheimischer Gäste eines örtlichen Dorffestes gelang es uns, das gesuchte Groß Ziethen und den wahren Weg dorthin zu finden. Mit gewaltiger Verspätung erreichten wir dann doch noch unser Schloss und durften uns eines vorzüglichen Dinner erfreuen. Die Nachtstunden verflogen in sanfter Bettruhe.
Sonntag 27. Juli
Nach einem relaxten Frühstück begleitete uns Frau von Thüngen durch Ihr Schlosshotel und Anwesen und wir bekamen tolle Motive vor die Cams. Ein wirkliches Wohlfühlhotel mit quicklebendigem, landadeligem Flair. Schön!
Leider ohne nochmaliger Verkostung der Küche brachen wir mittags Richtung Berlin Tegel auf. Ohne Hektik und zum ersten Mal voll in time trafen wir am Flughafen ein, gaben nach rund 600 Straßenkilometern unseren treuen ISUZU zurück und checkten mit viel Übergepäck ein. Nicht etwa aufgrund von vielen Journalistengeschenken, die es nicht gab, nein aufgrund der vielen Presseinfos und Pressemappen in Papierform. Eigentlich strange für eines der größten Onlinemagazine und obendrein teuer. Euro 40,00 für die Air Berlin Service Card, die aber noch billiger war als das Übergepäck zu zahlen.
Verspätung hatte dann auch noch der Flieger aber letztendlich erreichten wir wieder heil Wien. Im Koffer 6 Stunden Rohfilmmaterial.