Tagarchiv: zoncolan

Pressefahrzeug für die Dreharbeiten zu den Skivideos Kranjska Gora (Slowenien) und Monte Zoncolan (Italien) im Februar 2009.

Wir fuhren mit mit einer Spezialausführung eines Lancia Phedra, der uns dankenswerterweise von MEGA DENZEL Wien Erdberg zur Verfügung gestellt wurde. Das 170 PS starke, automatikgetriebene Fahrzeug mit einem 2,2 Liter Turbodieselmotor hatte die richtige Größe für unser umfangreiches Film Equipment und das persönliche Gepäck, das man so für eine Skiwoche benötigt.

Die erste Strecke führte uns von Wien nach Arriach in Kärnten, wo wir im Gasthof Alte Point mit Claudia und Bernhard Trügler zwei Beiträge drehten. Trotz strömenden Regens, der über weite Teile der Strecke unser Begleiter war, kam uns die Fahrt in dem Lancia wie auf Schienen vor. Man fühlte sich absolut sicher und stabil. Nach rund vier Stunden Fahrt stiegen wir daher auch sehr relaxt in Arriach aus, mittlerweile bei aufgelockerter Bewölkung.

Zu später Nachtstunde ging es weiter in die Skiberge. Das eingebaute Navigationsgerät wies uns den Weg und der Lancia Phedra brachte uns sicher ans Ziel. In den Bergen Carnias (Friauls) war der starke Motor ein Gedicht. Wie eine leichtfüßige Gemse beweget er den Wagen selbst in den steilsten Passagen am Monte Zoncolan flott voran. Bergab schaltete man dann von Automatik auf Halbautomatik und nützet so die starke Motorbremse gekonnt aus. In Sutrio und Ravascletto mit ihren sehr engen, alt gewachsenen Gassen leisteten die Parksensoren gute Dienste. Die moderne Multi-Zonen-Klimaautomatik kam auf unserer Pressefahrt nicht zum Kühlen sondern eher zum Wärmen des Wageninneren zum Einsatz. Dafür genossen wir nach den Aussenaufnahmen die integrierte Sitzheizung. So ausgerüstet, gibt es keine Verkühlung ;-)

Vom Monte Zoncolan fuhren wir dann über die alte Kanaltalstraße nach Tarvis (Italien) und von dort über die italienisch-slowenische Grenze. Unser erster Weg führte uns in die Skiflugarena von Planica, wo die Vorbereitung auf die Skiflugbewerbe schon auf Hochtouren lief. Aufgrund der Schneemassen und der anschließenden Regenfälle und der wieder anschließenden Eiseskälte war der letzte Straßenabschnitt zur Skiflugschanze eine einzige Eisfläche. Ohne gestreuten Schotter wohlgemerkt. Für das Antischlupfsystem des Lancia aber alles kein Problem. Klarerweise haben wir die Spurtreue des Wagen nicht auslizitiert, schließlich sind wir ja keine Testfahrer. Aber unter normalen, vernünftigen Betriebsbedingungen können auch so extreme Straßenbedingungen den Lancia Phedra nicht überfordern.

Von Planica steuerten wir dann unsere letzte Destination an, Kranjska Gora, den mondänen Wintersportort in den slowenischen Alpen. Dort parkten wir den Lancia auf dem Hotel Kompas eigenen Privatparkplatz  ein, wo er  geschützt Stellung hielt. Am Wochenende, noch dazu an einem strahlenden Skiwochende am Beginn der slowenischen Winterferien fährt man am besten nicht mit dem Auto im Ort herum! Und für unsere Drehs brauchten wir den Wagen nicht, weil alle Locations direkt vom Hotel aus zu erreichen waren.

Die letzte Hürde auf dem Weg zurück nach Wien, den Wurzenpass, der Slowenien von Österreich trennt und der berüchtigt ist für seine extremen Steigungen/Gefällen meisterte der Lancia Phedra natürlich auch mit Bravour. Trotz der enormen Kraft des Motors, des Automatikgetriebes, des hohen Eigengewichtes des Fahrzeuges und der vielen befahrenen Bergpässe verbrauchte der Lancia Phedra nur rund 8 Liter Diesel auf 100km. Ein Fahrzeug, an das man sich leicht gewöhnen könnte ;-)

Alle Beiträge, die im Rahmen dieser Pressefahrt gestaltet wurden, sind im 55PLUS-magazin.net bzw. 55PLUS-magazin.TV zu finden.

Recherche/Dreh:  11. bis 13. 2. 2009

Der Monte Zoncolan in der Region Carnia, in den Bergen Friauls, gilt schon seit längerem als absoluter Geheimtipp unter Genussmenschen. Und Genuss bezieht sich in diesem Fall sowohl auf das Skifahren als auch auf die Kulinarik. Der Zoncolan ist ein Skiberg, der alle Klischees eines Winterurlaubs zu erfüllen vermag. Die sanft anmutende Pistenlandschaft befindet sich in hochgebirgiger Lage. Der Ausblick am Berg ist genial. Die Schneeverhältnisse sind meistens perfekt. Es gibt Pisten aller Schwierigkeitsgrade und wer mal einen Pausenschwung bei einer Skihütte wie der Refugio Tamai einlegt, begibt sich in ein kulinarisches Wunderland. Ja das verstehen die Italiener perfekt zu inszenieren und zelebrieren das auch selbst.

Die beiden Orte, die vor allem im Winter mit dem Monte Zoncolan untrennbar verbunden sind, sind Sutrio und Ravascletto. Sutrio besticht vor allem durch seine traditionelle Architektur und Kunstszene. Viele der Jahrhunderte alten Steinhäuser sind zu modernen Touristen-Unterkünften ausgebaut worden, die in einer ganz besonderen Hotelform, dem Albergo Diffuso Borgo Soandri, betrieben werden. Bei diesen Alberghi Diffusi gibt es keinen Hoteltrakt oder sonst wie in einem engen Bereich zusammenhängende Hotelgebäude, sondern bloß eine gemeinsame Rezeption und viele individuelle Häuser, die in der Ortschaft verteilt sind. Die Verpflegung basiert entweder auf Selbstversorger Basis oder in Form einer Halbpension mit Voucher, die man in verschiedenen Restaurants der Umgebung einlösen kann. Wirklich eine tolle Sache.

Jedenfalls führt von Sutrio aus die Passstrasse auf ein Zwischenplateau des Monte Zoncolan. Von dort weg führen dann die Lifte hinauf auf die Gipfel. Seit kurzem gibt es da oben auch ein neues Hotel, das Enzo Moro. Weitere Hotelprojekte sind in Planung. Trotzdem muss man nicht befürchten, dass der Monte Zoncolan zu einem Massenskigebiet verkommt. Eine andere Route führt von Ravascletto aus auf den Gipfel, nämlich mit einer Seilschwebebahn. Ravascletto ist übrigens auch eine ganz nette Ortschaft mit einigen wenigen, mittelgroßen Hotels und typischen, regionalen Bars. Sowohl Sutrio als auch Ravascletto sprechen ganz klar Touristen an, die Individualismus dem Massentourismus vorziehen. In beiden Gemeinden gibt es eine Reihe von Restaurants mit vorzüglicher regionaler Küche. Es fällt schwer, ein Lokal besonders hervorzuheben. Dennoch möchte ich die Trattoria alle Trote in Sutrio erwähnen, in der unglaublich gute Forellenspezialitäten aus der eigenen Forellenzucht kredenzt werden.

Das Skifahren selber ist am Monte Zoncolan wunderbar. Wie in Italien üblich gibt es zwar „Pistenautobahnen“, was aber alles andere als ein Nachteil ist. Perfekt präpariert sind sie vom Anfänger bis zum sportlichen Genussfahrer sehr gut geeignet. Und auch Tiefschneefahrer finden am Monte Zoncolan ihre Abfahrten. Was bei unseren Dreharbeiten ebenfalls positiv aufgefallen ist: Es gibt keine gemeingefährlichen Pistenrowdies, wie sie leider vor allem in Massenskigebieten zu Haufe anzutreffen sind. Wer am Monte Zoncolan Ski fährt, der sollte, nein der muss unbedingt in einer der Skihütten Pause machen und etwas von den angebotenen Speisen verkosten. Himmlisch. Ein Skigebiet jedenfalls in dem ich auch privat Skiurlaub machen würde.

Die Dreharbeiten zu den Videos mussten zweimal verschoben werden. Mehrere Adriatiefs durchkreuzten unsere Pläne brachten aber viel Schnee in die Region und noch mehr Schnee auf den Berg. Letztendlich hat es aber relativ gut geklappt. Bei den Takes am Skiberg selbst änderten Wolken und blauer Himmel ständig die natürliche Kulisse. Am letzten Drehtag in Sutrio zeigte sich das Wetter dann von der himmelblauesten Seite. Kälte und Wind ließen einem jedoch die Finger gefrieren. Aber: cosi come – es ist wie es ist ;-)

Video: Monte Zoncolan – Ski Paradies in Carnia
Video: Sutrio – Winter am Monte Zoncolan